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Valentinstag
Dass am 14. Februar die Welt plötzlich aufblüht, ist uns inzwischen vertraut. Der Valentinstag, der an diesem Tag gefeiert wird, ist aus England über Amerika auch zu uns gekommen und hat sich in den letzten Jahrzehnten zum heimischen Festtag gemausert. Kaum jemand vergisst noch den Valentinstag! Aber warum heißt der eigentlich so? Gut, vermutlich steckt ein gewisser Valentin dahinter, das kann man sich leicht denken. Aber wer war das?
Valentin von Terni, der Valentin, dessen wir am 14. Februar gedenken, war Bischof im Italien des 3. Jahrhunderts. Eine gefährliche Zeit, zumindest, wenn man als Christ unter den Römern lebte. So erlitt auch Valentin sein Martyrium: ihm wurde wegen seines Glaubens der Kopf abgeschlagen. Das war schrecklich und sicher kann man ihn auch deshalb feiern, aber den Grund für den romantischen Valentinstag hat Valentin zu Lebzeiten selbst geschaffen: er hat verliebte Paare getraut, und zwar gegen den Willen des Kaisers - das war zu dieser Zeit Claudius II. Obendrein waren es häufig Soldaten, die ihre Braut zur Ehefrau machen wollten und Soldaten durften erst recht nicht heiraten! Valentin hat die Trauungen offenbar aus Überzeugung zelebriert und obendrein den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Der Überlieferung nach standen die Ehen, die er geschlossen hatte, unter einem guten Stern.
Später, im 15. Jahrhundert, waren es dann die Engländer, die den heutigen Valentinsbrauch etablierten. Sie begannen, Blumen und Briefe am 14. Februar auszutauschen und so ihre Zuneigung und sogar auch Liebe für die Angebetete oder den Angebeteten auszudrücken.
Wer es einmal erlebt hat, weiß, wie anrührend und ehrlich ein Blumengruß wirkt. Drei rote Rosen haben nicht selten das Herz eines Mädchens erobert; ein Brief, früher sogar mit zartem Parfumduft, kann Klarheit über die Gefühle der Schreiberin schaffen. Es ist häufig so, dass die Frauen einen Brief schreiben, wenn sie nicht Aug' in Auge über ihre Gefühle reden möchten und Männer wissen, wie eindrucksvoll ein gut gewählter Blumenstrauß ist.
Wenn man sich länger kennt, ist es keineswegs so, dass der Valentinsbrauch sich in irgendeiner Form abnutzt. Im Gegenteil. Es gibt Paare, die wissen, dass die Rosen oder Gardenien, die am Morgen des 14. Februar auf dem Tisch stehen und ihren Duft verbreiten, dem Partner sagen, dass er noch immer geliebt wird - auch, wenn dies gelegentlich im Alltagstrubel unterzugehen scheint. Der Ehemann, der seiner Frau nach vielen Ehejahren seine Liebe neu zeigen will, macht sich heute auch Gedanken über ein kleines Geschenk. "Klein" soll wirklich klein bedeuten. Am Valentinstag braucht es nicht der Brillantring sein. Der Lieblingsduft, das neue Buch des Lieblingsautors, ein Abendessen ohne Kinder und Chaos - all das sagt mehr als tausend Worte. Nur die Rose - die sollte dabei sein. Sie kommt von Valentin.
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